Schlage Immobilien

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Wir vermitteln Miet- und Kaufobjekte in Dresden und Umgebung und beraten Sie als professioneller Dienstleister mit umfassender Fachkenntnis rund um die Immobilie.

Kabinett beschließt neue Sonderabschreibungen für den Wohnungsbau

Um der neuen Wohnungsknappheit in den Ballungsgebieten zu begegnen, sollen wieder Sonderabschreibungen zur Förderung des Mietwohnungsbaus nach § 7 b EStG eingeführt werden. Das Kabinett hat heute der entsprechenden Gesetzesvorlage zugestimmt. Aufgrund der Vorschrift des § 7 b EStG konnten in der Nachkriegszeit auch Eigentümer selbst genutzter Wohnungen steuerliche Abschreibungsverluste geltend machen. Die Förderung ist im Laufe der Jahre durch einen Sonderausgabenabzug nach § 10 e EStG und die Eigenheimzulage ersetzt und letztlich abgeschafft worden. Der neue § 7 b EStG wird aber nur für vermietete Wohnungen gelten. Für neu errichtete Wohnungen soll neben der Normalabschreibung von zwei Prozent eine Sonderabschreibung eingeführt werden, die in den ersten beiden Jahren zehn Prozent und im dritten Jahr neun Prozent beträgt. Damit beträgt die Summe der Sonderabschreibungen und Normalabschreibungen in den ersten drei Jahren 35 Prozent. Der Restwert von 65 Prozent muss nach § 7 a Abs. 9 EStG auf die restlichen 47 Jahre des 50 - jährigen Abschreibungszeitraums der Normalabschreibung verteilt werden. Das sind 2,13 Prozent und bezogen auf die Baukosten 1,38 Prozent.

Die Bemessungsgrundlage für die Sonderabschreibungen ist auf 2.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche begrenzt. Gefördert werden Wohnungen, die der Investor als Bauherr errichtet oder im Jahr der Fertigstellung gekauft hat. Voraussetzung ist, dass der Bauantrag nach dem 31. Dezember 2015 und vor dem 1. Januar 2019 gestellt wird. Der Bauantrag muss also spätestens im Jahre 2018 gestellt werden. Wenn kein Bauantrag erforderlich ist, gilt das Datum der Bauanzeige. Letztmalig kann die Sonderabschreibung mit der Steuererklärung 2022 in Anspruch genommen werden. Die Wohnung muss mindestens zehn Jahre lang vermietet werden. Voraussetzung ist außerdem, dass die Baukosten bzw. die Anschaffungskosten nicht mehr als 3.000 Euro je Quadratmeter Wohnfläche betragen.

Die Sonderabschreibung ist regional begrenzt. Zur Bestimmung des sogenannten Fördergebietes knüpft das Gesetz sowohl an das Wohngeld als auch an die Mietpreisbremse und die Absenkung der Kappungsgrenze an. Zum Förderbiet gehören Gebiete, die

- durch die Anlage zu § 1 Abs. 3 der Wohngeldverordnung den Mietstufen IV bis VI zugewiesen sind oder
- in denen die Mietpreisbremse nach § 556 d Abs. 2 BGB gilt oder
- in denen die auf 15 Prozent abgesenkte Kappungsgrenze nach § 558 Abs. 3 Satz 2 BGB gilt.

IVD kritisiert fehlende Regelung für Personengesellschaften und den kurzen Förderzeitraum

Anders als nach dem Fördergebietsgesetz der 1990er Jahre fehlt eine Vorschrift nach der bei Personengesellschaften die Gesellschaft selbst zur Vornahme der Abschreibungen berechtigt ist. Aufgrund der Vorschrift des § 15 b EStG ist eine Inanspruchnahme der Sonderabschreibungen über geschlossene Fonds nicht möglich. Gefördert werden also nur Direktinvestitionen in Gebäude und Eigentumswohnungen. Der Förderzeitraum von drei Jahren ist zudem extrem kurz. Die gegenwärtige Wohnungsknappheit in stark nachgefragten Gebieten wird bis dahin wohl nicht beseitigt sein. Damit die Förderung wirksam wird, sollte zusätzlich die Normalabschreibung von derzeit zwei Prozent auf mindestens drei Prozent angehoben werden.

Quelle:

http://www.deal-magazin.com/news/53305/Kabinett-beschliesst-neue-Sonderabschreibungen-fuer-den-Wohnungsbau

Sachkundenachweis: Alte Hasen, neue Profis!

http://blog.ivd.net/2015/10/sachkundenachweis-alte-hasen

Sachkundenachweis: Alte Hasen, neue Profis!

Die Novellierung der Berufszulassungsregelung für Makler und Verwalter wird 2016 in ein Gesetz gegossen und soll zum 01. Januar 2017 in Kraft treten. Was auf die Berufsgruppen zukommt und wer, wie betroffen sein wird, darüber informiert Sie die Bundesgeschäftsführerin des IVD, Sun Jensch.

Mitte Juli 2015 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie einen Gesetzesentwurf zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und WEG-Verwalter vorgelegt. Damit kommt die Bundesregierung einer langjährigen Kernforderung des IVD nach. Der Gesetzentwurf zur Einführung einer Berufszulassungsregelung sieht im Wesentlichen eine Änderung des § 34c der Gewerbeordnung vor. Hierin soll ergänzend zu den bisherigen Erlaubnisvoraussetzungen, wie der gewerberechtlichen Zuverlässigkeit und geordneter Vermögensverhältnisse, nun auch eine Berufshaftpflichtversicherung und ein Sachkundenachweis als neue Voraussetzungen für die Ausübung des Berufs des Immobilienmaklers eingeführt werden. Darüber hinaus wird erstmals auch für Wohnungseigentumsverwalter eine Erlaubnispflicht in § 34c der Gewerbeordnung eingeführt. Eine Berufszulassungsregelung für Mietverwalter ist zunächst nicht vorgesehen, was der IVD kritisch sieht.

Was ist mit Verwaltern und Maklern, die schon seit Jahren am Markt tätig sind?

Nach dem jetzigen Gesetzesentwurf müssen Verwalter und Makler, die mehr als sechs Jahre ununterbrochen als solche tätig waren, keine Sachkundeprüfung ablegen. Die langjährige Erfahrung und Berufspraxis dieser sogenannten „alten Hasen“ wird vom Gesetzgeber als Qualifikation anerkannt. Sie müssen keine Prüfung ablegen, aber ihre Kompetenz gegenüber ihrer Aufsichtsbehörde durch geeignete Unterlagen belegen. Um als „alter Hase“ zu gelten, muss man eine mindestens sechsjährige Tätigkeit als Makler oder Verwalter nachweisen. Was wir heute schon sagen können ist, dass die Erlaubnisurkunde nach § 34c GewO bei Maklern und die Gewerbeanmeldung nach § 14 GewO bei Verwaltern zu den Dokumenten gehören, die von den Behörden für eine Anerkennung akzeptiert werden. Verwalter müssen ab kommendem Jahr ebenfalls die Voraussetzungen der Zuverlässigkeit, der geordneten Vermögensverhältnisse erfüllen und einen Nachweis für eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung erbringen.

Was ist für Verwalter und Makler vorgesehen, die weniger als sechs Jahre tätig sind?

WEG-Verwalter und Immobilienvermittler, die vor Inkrafttreten der Regelungen noch keine sechs Jahre tätig waren, müssen eine Erlaubnis nach § 34c GewO beantragen und hierbei neben den übrigen Voraussetzungen der Zuverlässigkeit, der geordneten Vermögensverhältnisse und Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, ihre Fähigkeiten mittels Prüfung bei der jeweils zuständigen Industrie- und Handelskammer nachweisen. Eine eigene Sachkundeprüfung ist aber nur dann erforderlich, wenn die vorhandene Qualifikation nicht ausreicht.

Welche Qualifikationen genügen werden, muss noch in der Rechtsverordnung geregelt werden. Hier ist der IVD dabei, schnellstmöglich zu klären, ob auch Abschlüsse anderer Institutionen wie etwa die DIA oder die EIA anerkannt werden.

Wann ist mit der Rechtsverordnung zu rechnen?

Um die Rechtsverordnung, die alle Einzelheiten für die Zulassung regelt, erlassen zu können, muss zunächst das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen werden. Neben den Qualifikationsanerkennungsregelungen wird die Rechtsverordnung das Verfahren der Sachkundeprüfung und die letztendliche Höhe der Deckungssumme der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung regeln.

Der IVD wird in den kommenden Monaten daran arbeiten, dass möglichst hohe Qualitätsstandards in das Gesetz einfließen. Ebenso werden wir darauf achten, welche Abschlüsse und Zertifizierungen anerkannt werden, damit wir ein optimales Ergebnis für unsere Branche erreichen.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Mit dem Ende des Gesetzgebungsverfahrens ist nicht vor Anfang 2016 zu rechnen. Ist das Gesetz verkündet, beginnt eine neunmonatige Übergangsfrist. Nach deren Ablauf setzt eine neue Frist ein. Makler, die bereits eine Gewerbeerlaubnis besitzen, müssen dann innerhalb von sechs Monaten nachweisen, dass sie entweder länger als sechs Jahre tätig sind oder über eine entsprechende Sachkunde verfügen. Damit Verwalter, sowohl juristische als auch natürliche Personen, sich ebenfalls auf ihre mindestens sechsjährige Tätigkeit oder eine vorhandene Qualifikation berufen können, müssen auch sie innerhalb von sechs Monaten eine Erlaubnis neu beantragen. Es ist von zentraler Bedeutung, dass der Nachweis der Befähigung zur Ausübung des Berufs des Maklers und des Verwalters rechtzeitig erbracht wird. Sollte dies nicht rechtzeitig geschehen, läuft man Gefahr, die Gewerbeerlaubnis zu verlieren. Quelle: AIZ – Das Immobilienmagazin 10/2015

Schaffen Sie sich Freiräume...

Was Sie als Kunde wissen sollten! - Widerrufsrecht

Stand 25. Juni 2014

Sie als Verbraucher kennen das Widerrufsrecht schon aus anderen Bereichen, z. B. aus dem Online-Handel. Nach dem Willen der EU gilt dies nun auch für Maklerverträge, die mit Verbrauchern im Fernabsatz (E-Mail, Fax, Telefon, Internet etc.) oder außerhalb der Geschäftsräume des Unternehmers geschlossen werden (Verbraucherrechterichtlinie (2011/83/EU).

Seit dem 13. Juni 2014 ist der Makler vom Gesetzgeber(BGBl. Teil I 2013 Nr. 58, S. 3642) verpflichtet, jeden Immobilieninteressenten über sein Widerrufsrecht zu informieren. Auch wenn der Interessent sich erst einmal unverbindlich informieren will, schließt er bereits einen Maklervertrag, wenn er die Leistung des Maklers (Informationen, Exposé, Besichtigung etc.) in Anspruch nehmen will und über die Provisionspflicht bei Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages informiert wurde.

Das Verbraucherwiderrufsrecht gilt nicht nur für Maklerverträge, sondern auch für eine Vielzahl von anderen Verträgen im Immobilienbereich. Sachverständigen-bzw. Gutachterverträge und mietrechtliche Vereinbarungen sind ebenfalls widerrufbar, der Wohnungsmietvertrag dagegen nur, soweit keine Besichtigung stattgefunden hat. Ein Maklervertrag kommt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) bereits zustande, wenn Sie sich bloß über das Objekt informieren wollen, Sie von der Provisionspflicht wissen und die Dienste (Besichtigung, Exposé etc.) des Maklers in Anspruch nehmen wollen (BGH, Urt. V. 3.5.12 - III 62/11).

Sie müssen – wie bisher – nur dann eine Provision zahlen, wenn es zum Abschluss eines Miet- oder Kaufvertrages kommt und dies auf die Tätigkeit des Maklers zurückgeht. Sie gehen keine weiteren Verpflichtungen ein, wenn Sie dem Makler den Erhalt der Widerrufsbelehrung bestätigen. Besichtigungen etc. werden – wie bisher –nicht abgerechnet.

Wenn Sie sich die Immobilie also zunächst nur ansehen wollen, dann ist dies weiterhin unverbindlich und kostenfrei. Sie als Interessent/Verbraucher haben das Recht, den Maklervertrag innerhalb von 14 Tagen zu widerrufen. Sollten Sie nach der Besichtigung letztlich kein Interesse an dem Objekt haben, müssen Sie – wie bisher – nichts weiter unternehmen, also auch nicht widerrufen. Ihr Makler wird Ihnen keine Rechnung stellen. Ihr Makler kann das Widerrufsrecht nicht ausschließen und Sie können nicht darauf verzichten, da Sie beide an die Vorschriften gesetzlich gebunden sind. Hat der Makler seine Leistung vollständig erbracht, können Sie Ihr Widerrufsrecht vor Ablauf der Widerrufsfrist von 14 Tagen verlieren (§ 356 Abs. 4 BGB n.F.). Seine Leistung ist vollständig erbracht, wenn er Ihnen „die Gelegenheit zum Abschluss eines Hauptvertrages vermittelt oder nachgewiesen“ hat (§ 652 BGB) oder anders formuliert, Sie den Miet- oder Kaufvertrag verhandelt haben und abschließen können. Der Wortlaut der Widerrufsbelehrung geht auf das Gesetz zurück (BGBl. Teil I 2013 Nr. 58, S. 3642). Ihr Makler hat hierauf keinen Einfluss. Auch die optionalen Erklärungen zum Wertersatz und zum vorzeitigen Erlöschen orientieren sich eng am Gesetzeswortlaut des Bürgerlichen Gesetzbuches (§§ 356 Abs. 4, 357 Abs. 8 BGB).

Möchte Ihr Makler ein Einverständnis zur Widerrufsbelehrung, bevor er für Sie tätig wird, dann gehen Sie damit keine gesonderte Vereinbarung ein. Wenn Sie die Erfahrung gemacht haben, dass Sie ein anderer Makler nicht belehrt hat, dann liegt das daran, dass die Regelungen noch neu sind und Ihr IVD-Makler schon einen Schritt weiter ist.

Quelle: Kundeninformation des Immobilienverbandes IVD